










Die Buskoppler BK4000, BK4010 und BK4020 verbinden das Bussystem Interbus mit den modular erweiterbaren elektronischen Reihenklemmen. Eine Einheit besteht aus einem Buskoppler, einer beliebigen Anzahl von 1 bis 64 Klemmen und einer Busendklemme. Die „Economy“-Variante BK4010 erlaubt den besonders wirtschaftlichen Aufbau von Peripherieanschaltungen; bis zu 64 digitale Ein‑/Ausgangsklemmen können angeschlossen werden.
Der „Economy plus“-Buskoppler BK4020 ermöglicht, in Verbindung mit der K-Bus-Verlängerung, den Anschluss von bis zu 255 Busklemmen an einem Buskoppler. Die „Economy plus“-Serie unterstützt alle Busklemmen des Beckhoff-Systems und kann 512 Bit digitale Ein- und Ausgänge pro Slave verarbeiten.
Die Anzahl der analogen Kanäle ist durch das Interbus-Protokoll auf maximal 32 Ein- und 32 Ausgangskanäle begrenzt. Die Übertragungsrate beträgt 500 kBaud. Durch eine aktive Kopplung der Feldbusschnittstelle ist zwischen den Slaves eine Distanz von 400 m möglich. Die gesamte Ausdehnung eines Interbus-Rings ist auf 13 km beschränkt.
Der Identifizierungs- und der Längencode werden vom Buskoppler nach dem Einschalten automatisch, abhängig von den angeschlossenen Busklemmen, bestimmt und vom Master ausgelesen. Eine Parametrierung des Slaves ist nicht notwendig. Der Buskoppler erkennt die angeschlossenen Klemmen und erstellt automatisch die Zuordnung der Ein-/Ausgänge zu den Worten des Prozessabbildes. Das erste Ein-/Ausgangssignal wird, von links beginnend, in das erste Bit eines Wortes (LSB) eingesetzt. Weitere Signale reiht der Buskoppler in dem Wort an. Die klare Trennung von Ein- und Ausgängen wird eingehalten. Ist die Anzahl der Ein- oder Ausgänge größer als 16 Bit, beginnt der Buskoppler automatisch ein weiteres Wort. Interbus ist seit 1987 als offenes Feldbussystem etabliert. Der Interbus besitzt eine Ringstruktur; es können bis zu 256 Stationen in einem Ring betrieben werden.
Die Buskoppler BK4000 und BK4020 unterstützen den Betrieb aller Busklemmen. Der Umgang mit den analogen Ein-/Ausgängen unterscheidet sich für den Anwender nicht von dem mit anderen Baureihen. Die Information steht als Byte-Array im Prozessabbild des Automatisierungsgerätes zur Bearbeitung bereit.
Mit der Konfigurationssoftware KS2000 lassen sich die analogen und mehrfunktionalen Busklemmen anwendungsspezifisch anpassen. Die Register der analogen Busklemmen enthalten, je nach Typ, Temperaturbereiche, Verstärkungsfaktoren und Linearisierungskennlinien, die mit der KS2000 über den PC parametriert werden. Die Busklemme speichert die Einstellung spannungsausfallsicher und dauerhaft.
Wahlweise kann auch die Steuerung (SPS, IPC) die Konfiguration der Busklemmen durchführen. Über Funktionsbausteine (FB) wickeln die SPS oder der IPC in der Hochlaufphase die Konfiguration der gesamten Peripherie ab. Die Steuerung kann bei Bedarf die dezentral erstellten Konfigurationsdaten hochladen, um sie zentral zu verwalten und zu speichern. Der Austausch einer Busklemme erfordert keine Neueinstellung. Die Steuerung führt die gewünschte Einstellung nach dem Einschalten automatisch durch. Diese Funktionalität ist durch den Einsatz der KS2000-Software verfügbar.
Die Interbus-Koppler arbeiten mit dem Protokollchip SUPI3 und unterstützen die erweiterte Diagnose der Interbus-Master. Die byteweise Adressierung im Master wird ab der Generation G4 unterstützt.
| Systemdaten | Interbus | BK4000, BK4010, BK4020 | ||
|---|---|---|---|
| Anzahl I/O-Stationen | 256 | ||
| Anzahl I/O-Punkte | 4.096 | ||
| Übertragungsmedium | LiYCY 3 x 2 x 0,22 mm² | ||
| Max. Kabellänge | max. 400 m | ||
| Übertragungsraten | 500 kBaud | ||
| Übertragungszeit | ca. 1 ms bei 10 Modulen für je 32-Bit-Inputs/Outputs | ||
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| Technische Daten | BK4000 | BK4010 | BK4020 |
|---|---|---|---|
| Anzahl Busklemmen | 64 | 64 | 64 (255 mit K-Bus-Verlängerung) |
| Max. Byte-Anzahl Feldbus | 64-Byte-Input und 64-Byte-Output | 8-Byte-Input und 8-Byte-Output | 64-Byte-Input und 64-Byte-Output |
| Digitale Peripheriesignale | 512 Inputs/Outputs | 64 Inputs/Outputs | 512 Inputs/Outputs |
| Analoge Peripheriesignale | 32 Inputs/Outputs | – | 32 Inputs/Outputs |
| Konfigurationsmöglichkeit | über KS2000 | ||
| Übertragungsraten | 500 kBaud | ||
| Businterface | 2 x D-Sub, 9-polig, Stecker und Buchse mit Schirmung und Rüttelsicherung | ||
| Spannungsversorgung | 24 V DC (-15 %/+20 %) | ||
| Eingangsstrom | 70 mA + (ges. K-Bus-Strom)/4, 500 mA max. | 70 mA + (ges. K-Bus-Strom)/4, 200 mA max. | 70 mA + (ges. K-Bus-Strom)/4, 500 mA max. |
| Einschaltstrom | 2,5 x Dauerstrom | ||
| Empfohlene Vorsicherung | ≤ 10 A | ||
| Stromversorgung K-Bus | 1.750 mA | 500 mA | 1.750 mA |
| Powerkontakte | 24 V DC max./10 A max. | ||
| Potenzialtrennung | 500 V (Powerkontakt/Versorgungsspannung/Feldbus) | ||
| Gewicht | ca. 170 g | ca. 150 g | ca. 170 g |
| Betriebs-/Lagertemperatur | 0…+55 °C/-25…+85 °C | ||
| Relative Feuchte | 95 % ohne Betauung | ||
| Vibrations-/Schockfestigkeit | gemäß EN 60068-2-6/EN 60068-2-27/29 | ||
| EMV-Festigkeit/-Aussendung | gemäß EN 61000-6-2/EN 61000-6-4 | ||
| Schutzart/Einbaulage | IP 20/beliebig | ||
| Zulassungen | CE, UL, Ex | ||
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| Zubehör | |
|---|---|
| KS2000 | Konfigurationssoftware zur erweiterten Parametrierung |
| Kabelsätze | Kabelsätze und Stecker |
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| Bestellangaben | Beschreibung |
|---|---|
| BK4000 | Interbus-Buskoppler für bis zu 64 Busklemmen |
| BK4010 | Interbus-Buskoppler für bis zu 64 digitale Busklemmen |
| BK4020 | Interbus-„Economy plus“-Buskoppler für bis zu 64 Busklemmen (255 mit K-Bus-Verlängerung) |
| BK4500 | Interbus-Buskoppler mit LWL-Anschluss für bis zu 64 Busklemmen |
| BC4000 | Interbus-Busklemmen-Controller |
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| System | |
|---|---|
| Interbus | Weitere Interbus-Produkte finden Sie in der Systemübersicht. |
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